empathie oder was?

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empathie oder was?

Beitragvon vogel* » 21. Jun 2016, 22:10

hallo,

sagt mal (wenn ihr lust habt) was meint ihr woran man den unterschied merkt zwischen empathie und projektion?
also bei sich selber, und von innen?

lieben gruß
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Re: empathie oder was?

Beitragvon vogel* » 21. Jun 2016, 22:52

und gibt es das überhaupt?
oder macht man sich da was vor, weil ... man will dass andere sind wie man selber???
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Re: empathie oder was?

Beitragvon Gast » 22. Jun 2016, 06:57

ich behaupte, es gibt beides. und es gibt einen unterschied.
empathie ist mitfühlen. die gefühle des anderen kennen, weil wegen selber schon erlebt. sich genau deswegen einfühlen können. verstehen, warum der andere gerade so und nicht anders reagiert.
ein mehr oder weniger bewusster prozess des sich einlassens. denn nur wer seine gefühle nicht unterdrückt, kann das. klar hat das mit einem selber zu tun, und klar löst das oft eigene gefühle aus. da weint ein kind, weil es von mitschülern gehänselt wird. und wenn man das selber auch schon erlebt hat, dann spürt man ganz deutlich all die scham, den schmerz, die verzweiflung. das ist aber nicht das, was man unter übertragung/projektion versteht

projektion geschieht meiner meinung nach `von alleine`.
projektion ist übertragung. wie man auch so schön sagt: da hat sich nun seine schlechte laune auf mich übertragen. also in gewisser weise eine art ansteckung wie bei einer krankheit. aber auch das ist nicht das, was eigentlich gemeint ist, gemeint ist die haltung, mit der du auf einen anderen zugehst. hilfesuchend? dann siehst du den anderen vielleicht als elternersatz? oder hilfegebend, dann kann es sein du siehst den anderen eher ls jemanden, der alles erklärt kriegen soll. wütend und du diehst den anderen als gegner. und und und.
natürlich gibt es die projektion, von der du sprichst, auch noch, wobei ich denke, du sprichst eigentlich von der gegenprojektion.
versteckt:
"Das Gegenübertragungsgefühl ist ein Gefühl, das der Patient in mir als Analytikerin induziert (auslöst). Zum Beispiel kann ich Trauer spüren, während der Patient nüchtern eigentlich etwas Trauriges erzählt. Dem Patienten selbst ist das Gefühl der Trauer in dem Moment nicht bewusst." quelle :http://www.medizin-im-text.de/blog/2016/50/ubertragung/



ich bin mit beidem oft in berührung. es wird von mir erwartet, dass ich empathisch auf menschen zugehe, sie kommen mit einer übertragung auf mich zu und ich spüre gegenübertragungen. die aber kann ich nur spüren, wenn ich empathisch genug , also dafür offen bin,
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Re: empathie oder was?

Beitragvon vogel* » 22. Jun 2016, 15:19

Gast hat geschrieben:empathie ist mitfühlen. die gefühle des anderen kennen, weil wegen selber schon erlebt. sich genau deswegen einfühlen können. verstehen, warum der andere gerade so und nicht anders reagiert.

hmmm, aber fühle ich dann wirklich die gefühle der anderen person mit, oder ist es nicht vielmehr so dass ich die eigenen gemachten gefühle erinnere? was ja nicht dasselbe ist.
vielleicht fühlt sich auch die andere person ganz anders mit derselben situation?
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Re: empathie oder was?

Beitragvon Zelma » 22. Jun 2016, 17:47

Vielleicht magst du die anderen Personen in solchen Situationen mal fragen, ob sie dasselbe fühlen?

So wie du das beschreibst, könnte das auch in Richtung Hochsensibilität gehen, was eine ausgeprrägte Form von Empathie wäre.

LG, zelma
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Re: empathie oder was?

Beitragvon stachelfisch » 22. Jun 2016, 21:53

zelma, wie kommst du jetzt auf hochsensibilität? das tät mich interessieren.
ihr mich auch
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Re: empathie oder was?

Beitragvon Zelma » 23. Jun 2016, 07:47

Weil ich selbst hochsensibel bin und es sich so anfühlt, wie es vogel beschrieben hat.

LG, zelma
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Re: empathie oder was?

Beitragvon Gast » 23. Jun 2016, 10:29

verstehe ich nicht was sich da "anfühlen" kann, denn vogel stellt doch nur infrage, was ihr als erklärung angeboten wurde. vereinfacht betrachtet sagt sie:

aber wenn ich empathisch bin, wessen gefühle spüre ich denn eigentlich? meine eigenen oder die des anderen?



vogel,
empathie wird auch als mitschwingfähigkeit betzeichnet. nun machen wir mal einen ausflug in die physik.
wenn eine kugel die andere anstößt, wessen bewegungsenergie ist das denn dann, die die zweite kugel zeigt, die der anstoßenden kugel oder die der angestoßenen?
ohne die erste wäre die zweite kugel nicht in bewegung. wenn die kugel nicht mitschwingfähig wäre, vielleicht weil sie angeklebt worden ist(?) , würde sie sich auch nicht bewegen trotz anstoß.
und ihne den anstoß wäre sie , auch wenn sie federleicht wäre,, nicht in bewegung.
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Re: empathie oder was?

Beitragvon Soy » 23. Jun 2016, 18:21

für mich ist das so:

emphatie heisst, dass man zb. an der haltung, gestik, mimik, tonfall etc des gegenübers erkennen kann, ob der traurig, fröhlich etc. ist. dass man das gefühl erkennt beim gegenüber, ohne dass der das aussprechen muss.
und dann eben entsprechend darauf reagiere ....

und projektion heisst dieses "was würde ich fühlen, wenn ich in der situation des anderen wäre" und das auf den übertragen/überstülpen.
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Re: empathie oder was?

Beitragvon vogel* » 1. Jul 2016, 22:29

ha!
danke soy, das hat mir geholfen!
das andere aber auch, danke auch euch gast und zelma!
es bleibt komplex alles, wer hätte das gedacht. :D :roll:
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Re: empathie oder was?

Beitragvon Soy » 3. Jul 2016, 11:12

ich hab noch was gefunden zu dem thema. vlt hilft dir das noch weiter? ich habs aber selbst noch nciht ganz durchgelesen
http://gedankenwelt.de/empathie-heute-w ... en-lernen/
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Re: empathie oder was?

Beitragvon vogel* » 8. Jul 2016, 22:43

oh, das finde ich irgendwie ganz gruselig :scratchhead:
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