gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

- Offener Bereich für alle -
Hier könnt ihr über alles schreiben, was ihr gerne offen diskutieren oder erzählen wollt. Ebenso können registrierte User hier ernsthafte oder schwierige Themen anonym (als Gast) ansprechen.
Forumsregeln
Bitte immer dran denken:
auf der anderen Seite des PC's sitzt auch ein Mensch mit Gefühlen ;)

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon e.m.s. » 23. Okt 2013, 15:03

deal: mach dir nicht so'n kopf und ich versuch das auch, ja?! :-)
Benutzeravatar
e.m.s.
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon Gast » 23. Okt 2013, 15:05

eben deshalb.



ok. abgemacht.
Benutzeravatar
Gast
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon Piece » 24. Okt 2013, 14:34

Gast hat geschrieben:und wenn man so ist, dass man (einfach mit seinem so-sein) automatisch alle verletzt, denen man sich zeigt?

Verletzungen wird es möglicherweise immer geben. Und dann kann man sehen, was man damit macht und wie man daran wachsen kann.
''automatisch'' und ''alle'', bezweifle ich.

was es mit anderen und aus anderen macht, wenn sie einen sehen.

und ich bezweifle ebenfalls, dass es das ''jemanden sehen'' ist, was dann etwas mit und aus Anderen macht. Und ich bezweifle ebenfalls, dass einer von Außen sehen kann, was es ''alles'' mit Anderen macht.

und wenn man gleichzeitig etwas in sich hat, was einen dazu drängt, sich zu zeigen... das kann doch nichts anderes bedeuten, als dass man

ein Mensch ist, der gesehen werden möchte, was ein völlig normaler Urinstinkt ist. Und diesem folgt, auch wenn ihm bewusst ist, dass das ihm und Anderen Unbehagen bereiten kann.

dann muss doch der eigene lebenswille

auch der eigene Lebenswille ist ein Instinkt. Instinkt ist jenseits von gut und böse. Leben auch. Ich finde Instinkt und Leben sind mehr gut als böse.

Vielleicht gehts gar nicht so sehr darum, dass du nun Worte findest. Vielleicht kannst du andere Wege finden mit denen du dich nicht verstümmelt fühlst.
Benutzeravatar
Piece
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon egal mit sahne » 24. Okt 2013, 16:49

ich hab mal zwei fragen und es ist okay wenn ich die stelle. bzw. eigentlich ist es zwei mal dieselbe frage zu unterschiedlichen aussagen, die mich grade beim nochmallesen angesprungen haben.
Gast hat geschrieben:und wenn man so ist, dass man (einfach mit seinem so-sein) automatisch alle verletzt, denen man sich zeigt?

wie denn?
Piece hat geschrieben:Vielleicht gehts gar nicht so sehr darum, dass du nun Worte findest. Vielleicht kannst du andere Wege finden mit denen du dich nicht verstümmelt fühlst.

wie denn?
Benutzeravatar
egal mit sahne
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon Gast » 24. Okt 2013, 17:10

egal mit sahne hat geschrieben:
und wenn man so ist, dass man (einfach mit seinem so-sein) automatisch alle verletzt, denen man sich zeigt?
wie denn?


indem man ihnen was vor augen führt, was sie nicht ertragen zu sehen.
irgendwie so glaub ich.

muss da noch drüber nachdenken. (was schwierig ist und deshalb dauern kann.)
Benutzeravatar
Gast
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon Gast » 24. Okt 2013, 18:26

Piece hat geschrieben:Verletzungen wird es möglicherweise immer geben.

ja
Piece hat geschrieben: Und dann kann man sehen, was man damit macht

das muss man wohl sogar (wenn man nich wegschaut, was ja aber irgendwie auf dauer nicht möglich scheint)
Piece hat geschrieben: und wie man daran wachsen kann.

ich hab da zweifel, dass man an verletzungen wachsen kann. trotz verletzungen oder mit verletzungen aber bestimmt (wenn die nicht zu tief gehen jedenfalls). oder meintest du wachsen an der tatsache, dass es verletzungen gibt?
oder meinst du wirklich, dass man an verletzungen wachsen kann?


Piece hat geschrieben:und ich bezweifle ebenfalls, dass es das ''jemanden sehen'' ist, was dann etwas mit und aus Anderen macht.

was glaubst du, was es ist?
vielleicht das "etwas von sich selbst in jemandem erkennen"? oder das "etwas von sich selbst in jemandem nicht erkennen wollen"?

Piece hat geschrieben:Und ich bezweifle ebenfalls, dass einer von Außen sehen kann, was es ''alles'' mit Anderen macht.

nein, das sicher nicht. (mir scheint überhaupt ich selbst zumindest seh (grundsätzlich? meistens?) nur von innen)

Piece hat geschrieben:Instinkt ist jenseits von gut und böse. Leben auch.

ja gut und böse sind existieren beide wohl nur in menschenköpfen.


ich find das sehr schwierig mich mit diesen dingen zu beschäftigen. wenn ich wirr schreibe oder in nem blöden tonfall, dann is das weil ich das nich besser hinkrieg (aber mit meinen gedanken trotzdem grad lieber nich alleine bleiben will).
ich freu mich, dass hier raum für solche themen ist.
Benutzeravatar
Gast
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon Piece » 28. Okt 2013, 08:17

Aktuell bin ich in folgender Situation.
Ich werde von einer mir nahen Person gesehen, hätte die Möglichkeit in zweien meiner mich behindernden Punkte (körperliche Berührungen+Zulassen, dass man mich sieht) weiterzukommen und lerne, dass ich mit Wut, Kleingemacht-fühlen, einer unendlichen Scham, Abwehr gegen Nähe und missgedeuteten Emotionen, Angst/zuvielMacht-Anteil-Reaktionen, mein-Bedürfniss nicht wahrhaben wollen, Überreaktionen, Antickbarkeit, Schweigen, Verschweigen, reagiere. Nicht die einfachste Kombi für mein Gegenüber. Das führt beidseitig zu einigen Verletzungen, aber aktuell dennoch zu Hoffnungen.

Die Situationen erinnert mich des Öfteren an Situationen indenen ich eher den Gegenpart eingenommen hatte. Das 'nun auf der anderen Seite stehen' hilft eine andere Perspektive einzunehmen und mich selbst zu hinterfragen.

egal mit sahne hat geschrieben:
Piece hat geschrieben:Vielleicht gehts gar nicht so sehr darum, dass du nun Worte findest. Vielleicht kannst du andere Wege finden mit denen du dich nicht verstümmelt fühlst.

wie denn?

ich würde das nochmal teilen.
a) es geht um ein Thema über das ich nicht reden kann.
Hilft es mir die Sprache zu wechseln?
kann mir ein Hilfsmittel wie Alkohol, oder eine Situation (zBsp. späte Uhrzeit) die mir beim Entspannen hilft die Chancen erhöhen, dass ich doch reden kann? kann ich noch mit Nein/Ja antworten? würde es helfen, wenn mein Gegenüber mir Fragen stellt?
kann ich (am Telefon) mit Klopfzeichen reagieren?
und

b)es geht darum, dass ich überhaupt nicht mehr sprechen kann, über das Thema, die Zusammenhänge, mit dem mich-Sehenden, es ist mir alles zuviel und ich will nur noch weg
Will ich wirklich weg oder kann ich auch stumm bleiben? Gehe ich weg, wenn ich wegwill? Auch innerlich? Wenn ich hinspüre was sich gerade gut anfühlen würde, was ich mir wünschen würde, (wie)/kann ich das ohne Worte bekommen? Kann ich über komplett andere Dinge reden? Kann ich ein Bild dazu malen? Ein Klanglied erstellen? Etwas mit Ton machen? Es tanzen? Wenn ich das was ich sagen will 3fach verschlüssele, wie fühlt es sich dann an? Kann ich meine Emotionen, auch zum Verstümmelt sein, anderweitig ausdrücken? Kann ich ein Schweige-Treffen aushalten? Einen Anruf mit angezeigter Nummer tätigen und dann schweigen? Eine leere Email schicken?
Wenn ich mir einen kleinen Schritt zurück zu den Worten vorstelle, wie sähe die Hälfte dieses Schrittes aus? Wie ein Viertel? Wie ein Achtel? Möchte ich einen Achtel-Schritt gehen?

Gast hat geschrieben:indem man ihnen was vor augen führt, was sie nicht ertragen zu sehen.
irgendwie so glaub ich.

und was wäre das?
vielleicht das "etwas von sich selbst in jemandem erkennen"? oder das "etwas von sich selbst in jemandem nicht erkennen wollen"?

was wenn ich das was ich sehe mag? Weil ich mich mag? Was wenn es vielleicht Bedürftigkeiten oder mein Verhalten ist, das mir gespiegelt wird, was ich vielleicht nicht wissen wollte, aber es dennoch benötigte es bewusst zu haben um es erfüllen/daran feilen zu können? Was wenn meine Wertungen dessen was ich ertragen kann, anders ist? Mich verletzen meine Bedürftigkeiten nicht. Ich will sie vielleicht nicht (wahr) haben, oder finde sie verunsichernd.

ich komme auf diese Auslegung, denn, wenn ich etwas von mir in Jemandem gespiegelt sah, dann war das meist eine Bedürftigkeit, die bei und durch mir/mich selbst nicht erfüllt wurde. Und dann neigte ich dazu, dieses Bedürfnis, das ich wiederzufinden glaubte/zu sehen glaubte, dem Anderen so zu erfüllen, wie ich hätte behandelt werden wollen.
Vielleicht sogar im Wissen über mich, dass würde mich Jemand so behandeln wie ich es mir, was ich kaum einzugestehen wage, vor mir selbst, heimlich wünschen würde, ich nicht damit würde umgehen können und mich gesehen fühlend, ins Schweigen fallen müsste. Tja. Und ich würde es dennoch versuchen. Vielleicht um mir selbst zu beweisen, dass es das geben könnte, auch für mich.
(Ich versuche andere Menschen so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte, wobei es aber passieren kann, dass das was mein Bedürfnis erfüllen würde, für den den ich zu sehen glaube, das ist, was er am wenigsten haben möchte. Ist mir bewusst.)

Piece hat geschrieben: und wie man daran wachsen kann.

ich hab da zweifel, dass man an verletzungen wachsen kann. trotz verletzungen oder mit verletzungen aber bestimmt (wenn die nicht zu tief gehen jedenfalls). oder meintest du wachsen an der tatsache, dass es verletzungen gibt?
oder meinst du wirklich, dass man an verletzungen wachsen kann?

Mir ist das 'an' nicht wichtig, ich werde aber ausführen was ich meinte.
ich kann aus der Verletzung schließen/lernen/wachsen, wo meine Punkte liegen, zu denen ich mal kucken könnte. Und somit weiterkommen könnte.
ich kann an-hand/mit/durch der/die Verletzung lernen, wie ich am besten mit meinen Verletzungen umgehe.
ich kann an der Verletzung erkennen, wieviel Kraft ich trotz der Verletzung habe.
ich kann an/aus der Verletzung viel über meinen Umgang mit Vertrauen lernen.
ich kann an/aus der Situation inder die Verletzung entsteht viel lernen, über wie ich in Zukunft handeln möchte. Aus der Erfahrung lernen.
Wachsen am inneren eigenen Widerstand.

mir hilft es zu wissen, dass es nicht zwingend darum geht, dass man alle Verletzungen zu vermeiden sucht, was schlicht unmöglich ist. ich finde das beruhigend, diesem Ehrgeiz/Anspruch an mich selbst zu entkommen.
sondern eben bewusst zu sehen, wo ist mein Zeigen mir wichtiger, sodass ich es in Kauf nehme, dass mein anschließendes Verhalten mein Gegenüber und auch mich, verletzen wird.

Piece hat geschrieben:und ich bezweifle ebenfalls, dass es das ''jemanden sehen'' ist, was dann etwas mit und aus Anderen macht.

ich bezweifle es, weil:
andere Perspektiven regen zur Selbstreflektion an. Selbstreflektion kann durchaus schmerzhaft sein, aber auch Stärken fördern.
man wächst wenn man ''Andere'' sieht. Ich habe dazu die Kurzgeschichte von ''Paulo Coelho - Isaak ist notwendig'' vor Augen. (lässt sich leicht in Google finden, falls Interesse besteht) und somit denke ich, dass das Sehen von Anderen Einen eher zum Besseren verändert.
was glaubst du, was es ist?

ich glaube es ist:
Gast hat geschrieben:und wenn man so ist, dass man (einfach mit seinem so-sein) automatisch alle verletzt, denen man sich zeigt?

bei meiner Antwort verknüfte ich ''so-sein'' mit der Reaktionskette die in diesem Thread als Fragestellung stand
sich gesehen fühlen->nicht mehr denken/reden können

->Wenn sich mein eigenes Denken ausschaltet bedeutet das für mich dass ich in ungebremster Emotion(meist Wut) agiere. /nicht mehr Reden können.

und Das macht etwas mit meinem Gegenüber, in meinen Augen, es macht Verletzung und dessen eigener Umgang mit der Verletzung verändert dessen Verhalten.
Sichtwechsel.
Meine eigenen Fehlschlüsse/Interpretationen aus dem EmotionsÜberreaktion-erleben/angeschwiegen-werden können Verletzungen(im Sinne von 'Es tut mir weh was ich denke und für wahr halte') hervorrufen.
Wie werte ich die Emotions-Aktion meines Gegenübers?
Sehe ich meinen Teil und kann den gespiegelten Teil der nicht Meins ist bei meinem Gegenüber lassen?
Fühle ich mich in meinem eigentlichen Sehen und Wollen gesehen?
Fühle ich mich in meiner Reaktion auf die Situation gesehen? Was ist mit mir wenn nicht?
Weiss ich dass ich angeschwiegen werde, weil es eine Reaktion auf gesehen-fühlen ist?
Oder denke ich, es ist eine Strafe für Irgendetwas das ich falsch gemacht habe? Oder denke ich, dass ich ignoriert/abgelehnt werde?
Frage ich mich, ob ich es dem Anderen einfach nicht wert bin, sodass er nicht weiter mit mir kommuniziert?
Fühle ich mich ungenügend, wenn ich zusehe, wie mein Gegenüber mit allen Anderen reden kann, sogar über das Nicht-Reden-Thema, nur nicht mit mir?
Wird mir Hoffnung a la ''Es wird bald besser/Vertröstung''gemacht, die dann aber nicht eintritt?
Spüre ich vielleicht, dass der Andere meine Verletzung durch sein Verhalten sogar sieht, und fühle mich dann durch weitere Nicht-Reaktionen erstrecht egal/hängen gelassen?

Führt mein Sehen/meine Wertung des Verlaufs der Situation in mir, durch die Reaktionskette, zu den Gefühlen der Enttäuschung, Selbstzweifel, Selbsthass, Agression, Trauer, BenachteiligtFühlen, AbgewertetFühlen, Vertrauensverlust in die eigene Einschätzung und zum Anderen,
werde ich eventuell einen Umgang damit suchen, der mein Inneres vielleicht nicht unbedingt für mein Gegenüber fühlbar macht. So kenne ich es von mir.
Vielleicht ändere ich mein Verhalten nach Außen, um den Eindruck zu vermitteln, dass ich nicht mehr sehe, vielleicht versuche ich die Dinge zu vermeiden, die ich als Auslöser sehe, vielleicht wende ich mich Menschen zu die mir den Eindruck geben, dass ich ihnen genüge.
All das ist für mich aber Nichts was aus dem 'Gesehen haben' entsteht.

Was die Verletzung exakt macht, kann, denke ich, nur das jeweilige Gegenüber mitteilen. Jeder Mensch ist nunmal anders.

Piece hat geschrieben:Und ich bezweifle ebenfalls, dass einer von Außen sehen kann, was es ''alles'' mit Anderen macht.

nein, das sicher nicht. (mir scheint überhaupt ich selbst zumindest seh (grundsätzlich? meistens?) nur von innen)

wie passt das
hierzu?
und damit auch sich selbst, weils weh tut zu sehen, was es mit anderen und aus anderen macht, wenn sie einen sehen.

was siehst du, was dir dann wehtut? Und woher weisst du, ob deine Wertung dessen was du zu sehen glaubst auch dem Inneren deines Gegenübers entspricht?

Vielschichtiges Thema.

ich freu mich, dass hier raum für solche themen ist.

aktuell ist es eine Abwägung für mich zwischen a) Schreiben = 'fühlt sich Beschissen an, aber ich machs mal für mich, und sehe wie es mir damit geht' und b) NichtSchreiben = 'fühlt sich Beschissen an, aber ich machs mal für mich, und sehe wie es mir damit geht'. Dass es noch andere ZwischenWege gibt ist mir auch bewusst.
Kann also sein, dass ich wieder ins Schweigen verschwinde, was dann nur mit mir selbst zu tun hat.
Benutzeravatar
Piece
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon Gast » 29. Okt 2013, 23:30

ich versteh mich nicht. überhaupt nicht. wenn ich versuche, genau hinzuschauen, gerät alles in aufruhr und wirbelt immer schneller durcheinander. ich weiß nicht, wie ich mir auf die schliche kommen soll. und wie könnt ich's zulassen, dass mich jemand sieht, solange ich gar nicht abschätzen (geschweige denn steuern) kann, was mein gegenüber in mir erblickt? klar: was jemand anders in mir sieht, kann ich sowieso nicht steuern. (darum geht's mir grad gar nicht.) nur, solange ich kaum etwas sicher über mein innen weiß, bin ich dem, was andere in mir sehen so ausgeliefert irgendwie. ich werd dann oft zu der, die der/die andere in mir sieht (oder zu der von der irgendetwas in mir glaubt, dass sie gesehen wird). das fühlt sich an, als wär ich gar nicht vorhanden. als wär ich eine einzige große lüge. und das macht wahnsinnig angst.

ich hab deins gelesen, piece, und würde gerne etwas dazu schreiben und mit dir ins 'gespräch' kommen (das schreib ich damit du weißt, dass ich das gerne würde), aber es gelingt mir nicht, meine gedanken und gefühle dazu zu formulieren (nicht mal für mich selbst). :wutheul:

:shame: :-(
Benutzeravatar
Gast
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon egal mit sahne » 30. Okt 2013, 12:31

@ Piece: danke. ich kann da grade gar nichts zu sagen, aber danke.

@ Gast: oh ja das kann ich grade sehr gut nachvollziehen. so kann es vorkommen dass ich in guter stimmung losgehe zu einem treffen, es unterwegs aber kippt innerlich und ich dort ankomme als einer der dort weder erwartet wird noch willkommen ist.
ich behelfe mir manchmal mit der floskel dass ich das alles bin, dass jeder teil davon da sein darf aber ich weiß dass es im grunde lüge ist. zumindest letzteres ist definitiv eine. und je besser sie gemeint ist, desto gemeiner und bösartiger wird sie und desto härter sticht sie zu. sobald eine andere person im raum ist beginnt das spiel an der oberfläche. vortäuschen von an_abwesenheit. freundschaft, ha.
Benutzeravatar
egal mit sahne
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon egal mit sahne » 30. Okt 2013, 12:32

bitte entschuldige meine bitterkeit.
Benutzeravatar
egal mit sahne
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon Piece » 31. Okt 2013, 15:45

Gast hat geschrieben:ich werd dann oft zu der, die der/die andere in mir sieht

ja, das es sich so anfühlt, kenne ich exakt so auch von mir.
ich greife die Wertung des Anderen auf und spiele eine Art Rollenspiel damit um mich selbst in der Wertung, die mir gespiegelt wird, wiederzufinden.
Manchmal übertreibe ich es damit.
und ich kenne auch, dass ich ''automatisch'' das GegenGefühl und das GegenVerhalten zu/von meinem/s Gegenüber einnehme, statt 'so' zu bleiben, wie ich es von mir kenne.

Ich sehe das als einen unbewussten Versuch, ein Gleichgewicht herzustellen, an.
Und manchmal habe ich das Gefühl, dass ein Kräftemessen daraus wird, weil mein Gegenüber das auch tut. Wir zeigen einander etwas und lernen daraus.

Und danach kehre ich zu mir selbst zurück. Und mein Gegenüber auch.

das fühlt sich an, als wär ich gar nicht vorhanden. als wär ich eine einzige große lüge. und das macht wahnsinnig angst.

klingt nicht angenehm.

Vielleicht gehts gar nicht so sehr darum, dass du nun Worte findest. Vielleicht kannst du andere Wege finden mit denen du dich angenehmer fühlst.

egal mit sahne hat geschrieben:so kann es vorkommen dass ich in guter stimmung losgehe zu einem treffen, es unterwegs aber kippt innerlich

oh, ich kenne das anders herum. Ich gehe mit ''Boah ich will die heute nicht sehen.'' los, und komme freudig die zu sehen an.

noch willkommen ist.

ist das wirklich so, oder kommts den Anderen vielleicht nur ungelegen? Heisst das automatisch, dass es dann nicht willkommen ist, für dich?

ich behelfe mir manchmal mit der floskel dass ich das alles bin, dass jeder teil davon da sein darf

manchmal tue ich mir sehr schwer damit zu akzeptieren, dass ich auch fiese eklige Seiten (und davon nicht wenige) habe. Und dass das nicht bedeutet, dass die für mich positiven Seiten dadurch an Kraft verlieren. Auch die ''fiesen'' Seiten dürfen sein. In mir.
Raus dürfen die ... seltener, bewusster. Bei Menschen bei denen ich das Vertrauen habe, dass ich auch mal platzen darf, ohne dass etwas unkittbar verloren wäre.
Also für mich ist dein Satz keine Floskel. Ich bin sehr unterschiedlich und oft von Allem ein bisschen. Und ich habe auch nur selten den Anspruch an mich, dass dem nicht so wäre. Auch wenn ichs oft gerne anders hätte. :roll:
Und es darf auch da sein. Nur eben eingeschränkt.
Benutzeravatar
Piece
 

Re: gesehen zu werden... abgetrennt aus "wahrheiten"

Beitragvon Piece » 1. Nov 2013, 11:35

Gast hat geschrieben:ich hab deins gelesen, piece, und würde gerne etwas dazu schreiben und mit dir ins 'gespräch' kommen (das schreib ich damit du weißt, dass ich das gerne würde), aber es gelingt mir nicht, meine gedanken und gefühle dazu zu formulieren (nicht mal für mich selbst)

Und Danke.
Ich habe mich durch diesen Satz verstanden gefühlt.
Benutzeravatar
Piece
 

Vorherige

Zurück zu "Offener Austausch"



cron
web tracker