hausarzt/-ärztin

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hausarzt/-ärztin

Beitragvon Gast » 28. Jan 2016, 22:10

weiß eurer hausärzt/-ärztin über eure vergangenheit, geschichte, erlebtes bescheid?
und wenn ja - wie viel habt ihr erzählt?

ich stehe unter dem druck "etwas erklären zu müssen", obwohl ich weiß, dass ich eigentlich gar nichts "muss".
ich brauche noch zeit. nur woher soll sie das wissen, wenn ich ihr das nicht sage und dazu eins, zwei sachen erkläre?
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Re: hausarzt/-ärztin

Beitragvon kitsune » 28. Jan 2016, 22:22

Hallo,

ich hab meiner Hausärztin nix erzählt.
Aber eigentlich bin ich da auch nur, falls ich mal eine Krankschreibung brauche, was so gut wie nie vorkommt.
Insofern haben wir weder ein irgendwie "nahes" Verhältnis, noch hab ich je die Notwendigkeit gesehen.

Wenn Du noch Zeit brauchst - kannst du das dann nicht einfach so sagen?
Vielleicht musst Du da gar nicht so viel erklären....

Was macht denn den Druck
Möchtest Du gerne verstanden werden in deinem Bedürfnis oder gibts einen anderen Grund?

Viele Grüße,
ki
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Re: hausarzt/-ärztin

Beitragvon Gast » 28. Jan 2016, 23:06

warum denkst du, etwas erzählen zu "müssen"? was denkst du, wird anders, wenn diene ärztin bescheid weiß?
und warum soll es anders werden?

vielleicht kannst du diese drei fragen beantworten und die antworten geben dir dann hinweise, ob du was erzählen "sollst" und wie viel es braucht - oder ob vielleicht etwas anderes auch reicht, um das gewünschte ergebnis zu erzielen.
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Re: hausarzt/-ärztin

Beitragvon Zelma » 29. Jan 2016, 14:28

Hallo,

meine Hausärztin weiß die "Überschrift". Also Posttraumatische Belastungsstörung aufgrund von Traumatisierungen in der Kindheit und Jugend. Da ich über meine Therapeutin zu dieser Ärztin kam und sie mir ein Notmedikament verschreiben sollte, da ich damals keine Psychiaterin hatte, erfuhr sie das nach Absprache mit mir von meiner Therapeutin.

Nach meiner Erfahrung ist es gut, dass sie es weiß. Da ich Psychopharmaka nehme und ich auch auf Stress empfindlich mit den Blutwerten reagiere, macht sie regelmäßig ein Blutbild. Eigentlich müsste ich zu einer Magen- und Darmspiegelung, jedoch kann sie verstehen, dass das für mich nicht so einfach ist. Deshalb behandelt sie jetzt erst mal "auf Verdacht" und zwingt mich zu nichts. Bei der Blutabnahme hat sie zwangsläufig meine Narben von den Selbstverletzungen gesehen. Ich habe ihr da gesagt, dass das eine schwierige Zeit war und gut war.

Vor allem kann sie es durch das Wissen besser einschätzen was ich brauche, wenn ich mal bei ihr völlig erschöpft aufschlage.

Hier und da kommt se mit ihrer "Küchenpschologie". Aber das hat nichts mit meiner Geschichte zu tun, denn offenbar macht sie das auch bei "ganz normalen" PatientInnen.

Welche Sorge hast du denn, wenn du sagst was ist?

LG, zelma
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Re: hausarzt/-ärztin

Beitragvon Gast » 29. Jan 2016, 23:30

vielleicht muss ich doch mal kurz näher klären:
ich bin seit vielen jahren in dieser gemeinschaftspraxis (eheleute ca. in meinem alter).
normalweise ging ich bisher zu ihm, weil sie mir nicht so liegt und es nur mal um eine erklärung, schlaftabletten verschreiben und eine kniegeschichte ging.
nun habe ich aber immer wiederkehrende schmerzen, wo ich mir dachte, ich lasse mich lieber den bauch von einer frau abtasten und bin zu ihr gegangen.
bisher hat sie aber keine ursache gefunden und deshalb stehen immer wieder irgendwelche untersuchungen an, wo sie mich mal hierhin und mal dorthin schickt.
manche sachen gehen aber nicht so einfach von heute auf morgen - oder eben im moment gar nicht.
nun muss ich mit dem nächsten befund wieder zu ihr, wo sogar ich als laie weiß, dass das nicht die ursache der schmerzen sein kann und sie wird mich wieder irgendwohin überweisen oder wieder fragen "was hat dieser oder jener arzt gesagt?"
und meine antwort ....
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Re: hausarzt/-ärztin

Beitragvon Zelma » 30. Jan 2016, 10:54

Hallo Gast,

das erinnert mich etwas an die Situation, als mich meine Ärztin zur Magen- und Darmspiegelung schicken wollte. Das geht bis jetzt nicht für mich, außer ich möchte dann mehrere Wochen arbeitsunfähig sein, da ich diese Zeit zum Nachsortieren benötige.

Also ich fände es schon wichtig, dass sie weiß, warum du manches nicht kannst (machst).

Welche Befürchtung hast du denn, wenn du ihr das sagst?

LG, sayeda
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Re: hausarzt/-ärztin

Beitragvon Gast » 31. Jan 2016, 22:25

Zelma hat geschrieben:Welche Befürchtung hast du denn, wenn du ihr das sagst?
ich habe keine recht befürchtung, aber ich meine, das geht ihr nichts an.

ich überlege mal, ob ich und was und wie viel ich ihr sage.
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