raus finden

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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 23. Mai 2014, 09:58

morgen stachelfisch :hallo:
ich bin dahin gegangen wegen meiner sprach und denkprobleme. und wegen der daraus resultierenden depressionen.
woher der ihre fixe idee mit den bildern kommt, kann ich mir nicht wirklich erklären.
sie hat gesagt, das ich für sie ganz klar dem klinischen bild von jemandem mit schwerer posttraumatischer belastungsstörung entspreche.
das könne sie, auch wenn ich kaum was von mir erzählt habe, einschätzen, weil sie schon seit zwei (!) jahren am zi mit traumapatienten arbeite.
wahrscheinlich glaubt die einfach, sie wisse, wie jemand ausschaut, der sich mit belastenden bildern rumschlägt.
das problem ist einfach, das es mir oft so völlig die sprache verschlägt und das ich deshalb so wenig von mir mitteilen kann und dadurch ne riesen projektionsfläche biete, was dazu führt, dass ich immer wieder unzutreffende diagnosen kassier.
dh womöglich ist an dieser ptbs diagnose schon irgendwie was dran. das kann und will ich gar nicht ausschließen – aber das mit den bildern ist völliger quatsch. und dass ich mich mal entscheiden müßte zu reden auch. entschiedener als ich war, als ich bei der war, kann man gar nicht sein. :notamused:
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Re: raus finden

Beitragvon vogel » 23. Mai 2014, 12:13

Hallo Gast,

das stell ich mir echt ganz furchtbar belastend vor!
Vor allem wenn du deine Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen schon einmal überwunden hast und dann passiert sowas. :-(
Tur mir voll leid für dich.

Ich muss grade an zwei Sachen denken.
Einmal an meine Ärztin, die mir, als ich neulich ein neurologisches Problem hatte, dringen davon abgeraten hat dies in der Neurochirurgie am Klinikum abklären zu lassen. Die wollen dann operieren, hat sie gesagt - weil es eben Neurochirurg_innen sind und das den ganzen Tag machen. Deswegen kann ich mir vorstellen, dass es bei den Trauma-Klinik-Leuten eben genauso ist. Sie haben es den ganzen Tag mit Leuten zu tun die traumatisiert sind, und deswegen sehen sie dich auch so, und wollen dir so helfen wie sie es können und wie sie es den ganzen Tag tun.

Das andere ist, dass ich als ich noch bei meinen Eltern gelebt habe, und lange darüber hinaus, ebenfalls Denk- und Sprachstörungen hatte. Ich finde mich da sehr in dem wieder, was du beschreibst.
versteckt: ich verstecke das mal, weil ich dir nicht meine geschichte aufdrücken möchte
Allerdings hatte ich zeitweise auch zeitlücken. Auch mit dem nicht über probleme reden können, weil die sich verstecken wenn ich es versuche, was du am Anfang des Threads beschreibst, kenne ich sehr gut. Ich habe viel Zeit in meiner Therapie damit verbracht, zu schweigen. Und ich habe als Teenie geglaubt, dass ich eine hirnorganische Störung habe, weil ich mir das anders nicht erklären konnte. Ich wusste von dem Missbrauch nichts (keine Bilder, erst später wurde mir von meinem Vater erzählt dass der NICHT stattgefunden hat ;-) und ich begann mich damit zu beschäftigen. Die Bilder kamen erst viiiiiel später, als ich den Kontakt schon lange abgebrochen hatte) und ich habe auch die weiteren Lebensumstände nicht als traumatisierend wahrgenommen.
Ich fand es sehr belastend mit dem Gefühl zu leben dass mein Gehirn nicht richtig funktioniert. Und keine Hilfe dabei zu haben (ich habe mehrmals versucht mit Erwachsenen darüber zu reden, aber es hat mir niemand zugehört).
Hmmm ich weiß auch gar nicht warum ich dir das jetzt erzähle. Du weißt ja dass du Entzündungen im Gehirn hast und siehst dich in einer Traumaklinik fehl am Platz. Ich will dir auch nicht einreden, dass du doch ein Trauma hast, weil ich eins habe. Ich will dir auch nicht meine Probleme jetzt zusätzlich aufdrücken, oder so. Ich glaube ich will eher so ein bisschen sagen dass ich sehr mitfühlend bin wenn ich dich lese, weil ich mir vorstellen kann wie scheiße das ist und wie verloren man sich fühlt. Und vielleicht spricht meine Geschichte auch so ein bisschen dafür, dass du eine gute Projektionsfläche bist für Menschen, die viel mit traumatisierten Menschen zu tun haben. :schaem:
Sorry für den langen Übermichtext nun. :schaem: :shame: .


Was mich interessieren würde wäre, warum du es so schwierig findest mit anderen Menschen zu sein. Aber das musst du mir natürlich nicht erzählen, wenn du nicht willst.

Hast du denn einen fähigen Neurologen an deiner Seite, oder so?

Ganz liebe Grüße :drehblume:
vogel
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 23. Mai 2014, 18:14

hallo vogel,
danke dir für deine antwort.
ich hab versucht, was dazu zu schreiben.
vielleicht schaff ich's irgendwann später noch.

tut mir leid alles.
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 23. Mai 2014, 22:00

keine antwort
versteckt:
keiner weiß was los ist. und keiner kanns einschätzen. wenn ich nicht drüber spreche. und das kann ich nicht. und warum ich das nicht kann, ist unklar.
entzündungen gibts aktuell keine. wahrscheinlich.
entmarkungen aber schon. wenn die nicht verschwunden sind, was auch sein kann.
wissen tu ich dass es eine entzündung gab. im spätsommer 2011. ob vorher schonmal sowas war, läßt sich nicht feststellen. sein kann das aber durchaus.
und das kann alle möglichen symptome machen. und muss überhaupt gar keine machen.
die schwierigkeiten hab ich solang ich mich erinnern kann.

und, was heißt das alles? gar nix.
:mauer:

und warum schreib ich das? weil das das ist, was zu schreiben geht.
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Re: raus finden

Beitragvon vogel » 23. Mai 2014, 22:48

mach dir bitte keinen stress mit dem antworten!

(ich hatte noch was zu dem gespoilerten geschrieben, es dann aber wieder gelöscht, weil ich es doof fand. tut mir leid.)

einen lieben gruß :hallo:
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 2. Jun 2014, 02:04

versteckt:
mir geistert was im kopf rum und läßt mir keine ruhe.
es ist so für sich genommen nicht schlimm, wirft aber fragen auf, veranlaßt zu spekulationen.
absichtlich ausgedacht hab ich mir das nicht. ich halte es eigentlich für eine erinnerung.

daran, wie ich beim arzt war, und alleine drinne war, und die ärztin will unbedingt wissen wo das am hals herkommt, und ich sag, dass ich beim spielen aus versehen mit dem hals gegen die wäscheleine gerannt bin, und die ärztin sagt, das stimmt nicht und die soll die wahrheit sagen, und ich sag nochmal, dass ich beim spielen aus versehen mit dem hals gegen die wäscheleine gerannt bin, und die sagt wieder, dass das nicht stimmt und dass ich die ankucken soll und dass man nicht aus versehen mit dem hals gegen die wäscheleine rennt und dass man davon sowas auch nicht kriegen würde, dass das würgemale sind, und ich sagt das mit der wäscheleine nochmal ganz leise und schaff das aber nicht, die anzukucken, weil ich sone angst hab, dass die sieht, wie böse die ist. und ich hab die ganze zeit ganz große angst, weil die mir das nicht glaubt.

warum soll man sich sowas auch ausdenken? damit man was hat womit man sich die nächte um die ohren schlagen kann?

oder weil man sich was basteln will, um sich damit sein sosein zu erklären und zu entschuldigen, und weil man vielleicht zu durchtrieben ist, um sich ganz platt irgendwelche gewaltszenen auszudenken. weil man sich an sowas quasi die gedanken nicht schmutzig machen will, jedenfalls nicht so direkt …

das ist immer wieder so. so komisches zeug fällt mir ein, raubt mir ne zeit lang den schlaf und die nerven und ist dann aber irgendwann auch wieder weg.

ich will nicht von mir denken müssen, dass ich mir sowas ausdenke. eben weil ich dann auch weiterdenke und spekulier.

ich will aber auch nicht denken müssen, dass sich diese szene (und etliche andere ähnlich komische) so zugetragen haben, weil mir das in der summe ein völlig falsches bild zu zeichnen scheint.

ich will überhaupt nix mehr denken müssen.
ich will schlafen.
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 2. Jun 2014, 02:08

tut mir leid. ich weiß echt nicht, was ich da treib in meinem kopf.
und mir tuts vor allem total leid, dass ich euch da reinzieh, indem ich hier schreib.

bitte einfach löschen. den ganzen thread und alles, was ihr sonst noch so von mir ausfindig machen könnt.
ich komm auch nicht mehr.
versprochen.
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Re: raus finden

Beitragvon *v* » 2. Jun 2014, 07:36

lass es doch stehen.
du kannst es ne weile ignorieren und wenn du dann darauf zurückkommen willst, ist es immer noch da.
ich fände es schade, wenn du nicht mehr wieder kommst.
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Re: raus finden

Beitragvon *v* » 2. Jun 2014, 08:03

ansonsten gibt es noch die zwischenlösung, den thread von den mods wegräumen und verwahren zu lassen, bis du ihn wieder draußen haben magst.
(ich hoffe es ist okay dass ich das so schreibe mods.)
die hat mir auch mal geholfen, als ich mega löschdruck hatte.

ich kann das löschenwollen echt gut verstehen, deswegen gehe ich auch grade nicht auf das geschriebene inhaltlich ein, nicht weil ich es ignorieren wollen würde oder so. ich fürchte nur dass das grad vielleicht zu viel wäre. ich hoffe, mein antworten ist nicht schon zu viel.

ich wünsche dir einen guten tag. :-) :hallo:
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 11. Jun 2014, 01:35

nich löschen
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Re: raus finden

Beitragvon stachelfisch » 11. Jun 2014, 08:45

vielleicht gut, dass wir nicht schnell genug waren?


falls du nochmal löschen lassen willst, kannst du uns dann einige tage zeit geben, damit wir nicht mal schneller sind als deine umentscheidung?
lieben gruß
stachelfisch
ihr mich auch
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Re: raus finden

Beitragvon *v* » 11. Jun 2014, 14:32

freude hier. :-) :hallo: :vogel:
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 23. Jun 2014, 13:38

ich hab heute wieder einen termin. bei dieser therapeutin. also bei der, der ich vor bald vierzehn jahren einmal kurz ins gesicht schauen konnte.
das ist so aussichtslos, mit der reden zu wollen. oder mit irgendeiner anderen.
ich hab angst, dass das nicht mehr wird. dass da einfach viel zu viel kaputt ist in mir.
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Re: raus finden

Beitragvon *v* » 23. Jun 2014, 14:11

du, ich konnte auch ganz lange nicht gut reden. vor allem reden gar nicht gut, konnte das auch nicht gut planen was ich erzählen will.
aber das ist echt besser geworden.

ich wünsch dir ein bisschen vertrauen. in dich und in die thera, dass sie die richtigen fragen stellt und umgehen kann mit redeschwierigkeiten.
und ich wünsch dir dolle, dass es gut wird.
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 1. Jul 2014, 18:28

mir geht es sehr schlecht.
seit zwei wochen ungefähr hänge ich wieder immer öfter und länger im nicht-mehr-sein-wollen fest.
nicht dauerhaft. es gibt immer wieder momente, manchmal auch stunden, in denen ich daraus auftauche. dann scheint es ganz fern und unwirklich, dass es zb kurz vorher nur unter größter anstrengung möglich war, mich im bett aufzurichten um nen schluck wasser zu trinken.
und dann, wenn ich handlungsfähig bin, dann such ich nach wegen in kontakt zu kommen mit menschen und verzweifel darüber, dass das nicht gelingt. verzweifel über die bitterkeit, die sich dann einstellt und über den neid.
alle können das. alle außer ich.

ich krieg nichmal ne therapie hin. oder auch nur ne beratung. auch die homöopathische behandlung, die ich begonnen hab, droht daran zu scheitern, dass ich mich einfach nicht mitteilen kann.
psychopharmaka hab ich zehn jahre lang ausprobiert. zwischen fünfzehn und fünfundzwanzig. und als kleines kind hab ich so spritzen gekriegt. von nem freund von meinem opa. ich glaub das war auch irgend so ein zeug damals.wie auch immer ... das positivste, was sich darüber sagen läßt, ist, dass das nicht hilfreich war.

eigentlich egal, ob ich einfach so nen hirnschaden hab, oder ob andere menschen da was sehr zielgenau und nachhaltig zerstört haben, es ist schlimm, so da sein zu müssen. es ist nicht kaum auszuhalten.
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