raus finden

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raus finden

Beitragvon Gast » 15. Nov 2013, 00:53

kann man das überhaupt, wenn man gar nicht sicher weiß, wo man da eigentlich drinne ist? und wenn man das auch keinen fragen kann? und wenn das auch sowieso keiner einschätzen kann, wenn man gar nix sagen kann?
und wenn man dann vielleicht noch an einen gerät, der meint der könnte das troztdem (und der das aber nicht kann) und der einen dann vielleicht wieder in eine ganz falsche richtung schickt (oder drängt)(womöglich noch mit den besten absichten). und wenn man dadurch dann nur immer tiefer rein gerät.
wie soll man denn nur wissen, wo man lang muss, wenn man's nichmal schafft rauszukriegen, wo man is? (und wenn man noch dazu uneinig is wo man überhaupt hin will und ob man überhaupt noch irgendwo hin will)
vielleicht gibt’s da auch gar keinen weg raus.
irgendwann ist auch das vorbei. (aber eigentlich will ich da nicht drauf warten.) :shame: :hysteric:
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Re: raus finden

Beitragvon stachelfisch » 15. Nov 2013, 11:58

Du bist irgendwo drinnenund weißt nicht, wo.
aber es fühlt sich ab wie “drinnen sein“
und du willst raus.
weil drinnen sein sich vermutlich schlecht anfühlt.
richtig?

drinnen sein bedeutet für mich, nicht im hier und jetzt orientiert.
das allerdings kannst du tun (reorientieren), auch wenn du nicht genau weißt, wo Du gerade drinnen streckst.
denke ich

warum ist es dir so wichtig zu sehen, wo genau du gerade streckst?
ihr mich auch
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 15. Nov 2013, 22:19

ich versteh nicht, was du damit meinst, stachelfisch. aber das hat nix zu sagen, sondern ist bei mir anscheinend irgendwie normalzustand.
danke trotzdem für's antworten.
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Re: raus finden

Beitragvon kitsune » 15. Nov 2013, 22:28

wie fühlt es sich denn da an, wo du drin bist?
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 17. Nov 2013, 19:13

das kann unterschiedlich sein. aber fast immer ist deutlich zuviel angst da.

jämmerliches zeug. deshalb
versteckt:
ich weiß einfach grundsätzlich nicht, was mit mir 'los' ist.
es gibt da dinge, die mich sehr quälen, die ich aber schon für mich selbst kaum in worte fassen kann. jemand anderem etwas darüber mitzuteilen, gelingt nicht. weder mit worten noch auf andere weise. weil... spätestens wenn deutlich wird, dass mein gegenüber fähig wäre zu verstehen, passiert da was in meinem kopf, was bewirkt, das ich keinen klaren gedanken mehr fassen und auch oft nicht mehr verstehen kann, was der andere sagt.

und ich weiß das einfach nicht einzuordnen. also diese dinge und auch, was das ist, das mir das mitteilen und oft genug auch das denken unmöglich macht.
so psycho-diagnosen hab ich ne menge und manche davon könnten das wohl erklären...trotzdem hat mir jeder der therapieversuche, die ich so im alter von fünfzehn bis ende zwanzig gemacht habe, im grunde nur noch mehr verwirrung und angst und leid eingebracht.
in den jahren danach, in denen ich mich von therapeuten und ärzten fern gehalten hab, hat sich zwar manches dann irgendwie 'beruhigt', was vorher auch mit größter anstrengung nicht wegzutherapieren war, anderes ist aber geblieben oder dazu gekommen.
vor ein paar jahren hat sich außerdem herausgestellt, dass ich auch körperlich krank bin. ich hab ne seltene autoimmunerkrankung, die unter anderem auch zu entzündlichen veränderungen im gehirn führen kann. vor zwei jahren sind solche veränderungen bei mir festgestellt worden. die haben sich aber wieder zurückgebildet.
nur... wahrscheinlich hab ich diese krankheit vor der diagnose schon viele jahre unerkannt in mir getragen. womöglich schon von kindheit an.
und deshalb ist nicht auszuschließen, dass ich auch früher schon entzündungen im gehirn hatte, evtl. sogar schon als kind. das läßt sich heute nicht mehr feststellen oder ausschließen.
und je nachdem, wo genau im gehirn diese entzündungen auftreten, können die verschiedenste symptome verursachen. auch zum beispiel konzentrationsstörungen, gedächtnisstörungen, angstzustände, haluzinationen oder wahnvorstellungen.
die letzten diagnosen, die ich damals in verschiedenen psychosomatischen kliniken bekommen hab, waren alles so traumafolgestörungsdiagnosen (auch dis). ich hatte da immer große zweifel, ob/inwieweit das auf mich zutreffen kann, aber das wurde von den therapeuten als gradezu typisch gewertet. ich hab auch immer nach möglichen organischen ursachen für meine schwierigkeiten und symptome gefragt, was zwar von den ärzten dort jedes mal direkt ausgeschlossen wurde, aber es wußte damals ja auch niemand um die krankheit, die da möglicher weise schon aktiv nur eben noch nicht erkannt war.

ich weiß also nicht, ob das was mich belastet und einschränkt überhaupt wirklich folge von realen traumatischen erfahrungen ist oder ob es durch organische veränderungen im gehirn entstanden ist.
und weil ich nicht drüber sprechen kann, kann das auch niemand anders einschätzen.
noch dazu ist es so, dass stress krankheitsschübe und damit auch neue entzündungen im gehirn auslösen kann.
und wenn mich was streßt, dann das, was ich eben nicht mitteilen kann.
und auch dass ich deshalb damit so allein bleibe.

ich seh keinen weg, anders damit um zu gehen, als aushalten und hoffen, dass das nicht mehr lange dauert. dass das irgendwie aufhört.
und dafür verachte und schäme ich mich.
ich will da irgendwie raus aber ich seh nicht, wie das gehen kann. was ich da tun kann.
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Re: raus finden

Beitragvon Zelma » 17. Nov 2013, 19:19

es gibt da dinge, die mich sehr quälen, die ich aber schon für mich selbst kaum in worte fassen kann. jemand anderem etwas darüber mitzuteilen, gelingt nicht. weder mit worten noch auf andere weise. weil... spätestens wenn deutlich wird, dass mein gegenüber fähig wäre zu verstehen, passiert da was in meinem kopf, was bewirkt, das ich keinen klaren gedanken mehr fassen und auch oft nicht mehr verstehen kann, was der andere sagt.


Ich kenne das und bei mir sind das Anzeichen einer Dissoziation. Von dem was du beschreibst glaube ich, dass Angst diese auslöst.
weil... spätestens wenn deutlich wird, dass mein gegenüber fähig wäre zu verstehen, passiert da was in meinem kopf
Die Frage ist nun: Angst vor was genau?
Vielleicht das?
im grunde nur noch mehr verwirrung und angst und leid eingebracht.


Ich befürchte, dass es von selbst nicht aufhören wird, wenn die Angst nicht redziert werden kann. Und dazu musst du dich zwangsläufig mit dieser auseinander setzen ... .
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Re: raus finden

Beitragvon kitsune » 17. Nov 2013, 20:09

das klingt nach nem ziemlich fiesen dilemma.
:notamused:

und nun hast du angst, dass jemand dich (womöglich mit den besten absichten) in was reinredet, was das alles möglicherweise noch schlimmer macht?
Gast hat geschrieben:und wenn man dann vielleicht noch an einen gerät, der meint der könnte das troztdem (und der das aber nicht kann) und der einen dann vielleicht wieder in eine ganz falsche richtung schickt (oder drängt)(womöglich noch mit den besten absichten). und wenn man dadurch dann nur immer tiefer rein gerät.


über deine krankheit und die symptome und folgen, die das mit sich bringen kann kannst du aber sprechen und weiß dieser mensch auch bescheid, oder?
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 17. Nov 2013, 21:21

Zelma hat geschrieben:Ich befürchte, dass es von selbst nicht aufhören wird, wenn die Angst nicht redziert werden kann. Und dazu musst du dich zwangsläufig mit dieser auseinander setzen ... .

hm, mag so sein. und falls es so is erklärt's ja auch warum's nich aufhört. weil die's ja eben wunderbar schafft, mein denkvermögen so komplett lahmzulegen, dass auseinandersetzung gar nich geht.


kitsune hat geschrieben:über deine krankheit und die symptome und folgen, die das mit sich bringen kann kannst du aber sprechen und weiß dieser mensch auch bescheid, oder?


ja, über meine krankheit und so kann ich reden.
und 'dieser mensch' ist darüber auch umfassend informiert. aber das is eigentlich ganz egal, weil der oder vielmehr die mich gar nicht zu gesicht bekommt, weil das nämlich völlig sinnlos ist, zu der hinzugehen, weil ich da dann sowieso nix sagen kann. und weil da zu sein und nix sagen zu können nur noch mehr stress macht, was wenn's blöd kommt eben zu richtig doofen sachen führen kann.
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Re: raus finden

Beitragvon vogel* » 17. Nov 2013, 21:30

Gast hat geschrieben:aber das is eigentlich ganz egal, weil der oder vielmehr die mich gar nicht zu gesicht bekommt, weil das nämlich völlig sinnlos ist, zu der hinzugehen, weil ich da dann sowieso nix sagen kann. und weil da zu sein und nix sagen zu können nur noch mehr stress macht


könnte dann vielleicht ein erster schritt sein, den stress zu reduzieren?
dazu habe ich eine vooooooooooooooll lange zeit gebraucht bei meiner therapeutin.
wirklich reden kann ich eigentlich erst seit ich weiß: ich muss nicht.
ich kann da auch ne stunde durch schweigen ohne dass es "schlimm" ist, ich bin nicht zu deren unterhaltung da.
und seitdem ist es viel einfacher für mich beides auszuhalten, sowohl das reden als auch das schweigen.
und die schweigelöcher sind meistens nicht mehr ganz so tief, aus denen ich rausklettern muss.

das war trotzdem sehr sehr lange zeit auch stressig für mich. total!
ich hatte oft die abmachung mit mir selbst: hingehen muss ich und sonst nichts.
und schon alleine das war stressig.
aber es hat sich total gelohnt.

es ist immer noch sehr sehr stressig.
aber woanders nun. ;-)

hmmmmm das schreib ich dir nun nicht als "du musst" oder du solltest, sondern nur als erfahrungsbericht.
wenn das für dich so nicht geht oder möglich ist oder du dir nicht vorstellen kannst dass es in der konstellation funktioniert dann :weissnich:
letzteres nur um zu schauen dass ich den druck hier nicht erhöhe (tue dies und es wird dir besser gehen, und wenn nicht bist du selber schuld) was ja total blöd wäre.
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Re: raus finden

Beitragvon kitsune » 17. Nov 2013, 21:34

was ist denn das für eine person, die dich da nicht zu gesicht bekommt?
vielleicht kennt die ja ein paar hilfreiche sachen, die du machen kannst,
wenn du in stress gerätst oder angst bekommst.
hast du sie mal danach konkret gefragt?

und vielleicht ist das für die sachen, die man machen kann, um aus stress oder angst rauszukommen auch erstmal wurscht,
wo stress oder angst herkommen.
(das ist auch, wie ich stachelfisch verstanden habe)
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 21. Nov 2013, 20:48

damit war eine therapeutin gemeint. von früher. zu der ich gehen könnte.
aber nicht gehe.
weil ich nicht will. und gefragt hab ich die sowas nie. weil ich selber weiß wie das geht. und weil die das überhaupt nix angeht.
das einzige problem ist das geheule und gewinsel und rumgespasste.
das macht mich wahnsinnig. und bringt mich dazu bescheuerte sachen zu machen. halbe tage im internet zu verbringen. schwachsinniges zeug zu schreiben.
aber damit ist schluß jetzt.
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Re: raus finden

Beitragvon vogel » 21. Nov 2013, 20:50

wie denn?
Wir sind, was wir sind. Und wir versuchen immer unser Bestes.
Es steht Ihnen nicht zu, die Kriterien festzulegen, nach denen man uns zu beurteilen hat.

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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 21. Nov 2013, 23:10

ich weiß nicht, wie das genau gemeint war. aber ernst zu nehmen ist das denk ich nicht. tut mir leid.
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Re: raus finden

Beitragvon vogel » 21. Nov 2013, 23:16

bist du, gast von 22:10 derselbe gast wie der von oben?

also ich glaub ernst zu nehmen ist wahrscheinlich alles was hier geschrieben wird. und sei es dadurch dass ein wunsch dahinter steht. ich würde es schade finden wenn du dir das schreiben verbieten würdest, und habe selber schlechte erfahrungen gemacht damit, druck aufzubauen um das zu verhindern. weil die gefahr ist dass du dir in dem leid in dem du steckst wenn du "heulst und winselst" noch mehr weh tust als es dich ohnehin schon schmerzt. das ist jetzt von mir auf dich geschlossen.
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Re: raus finden

Beitragvon Gast » 2. Dez 2013, 18:45

ich hab da jetzt einen termin ausgemacht. bei dieser therapeutin.
und jetzt hab ich wahnsinnige angst. dass ich das nicht schaffe. da hin zu gehen. oder, schlimmer noch, dass es gelingt hin zu kommen, aber dass ich da dann nicht sprechen kann.
das konnte ich nämlich noch nie. trotzdem war die möglichkeit, dort hin gehen zu können, viele jahre lang ungeheuer wichtig für mich (gefühlt überlebenswichtig). obwohl ich der nicht einmal ins gesicht schauen konnte. oder gar in die augen. ein einziges mal ging das (die anzuschauen). bei der allerersten begegnung vor bald 15! jahren. und da nur ganz kurz.
das, was diesen platz für mich all die jahre so wertvoll gemacht hat, war die hoffnung beim nächsten mal doch sprechen zu können. oder der was schreiben zu können von dem. ein bißchen ging das sogar mal. schreiben. aber dann nicht mehr.
ich bin da deshalb immer seltener hingegangen, um diese hoffnung bewahren zu können. weil ich ohne die nicht durchgehalten hätte.
auch wenn ich echt nicht verstehe, warum die so wichtig ist.
im juni war ich zum letzten mal bei der. und hab nichts sagen können. danach war ich dann so nah am suizid wie vorher schon viele jahre nicht mehr.
womöglich war das also ne völlig bescheuerte idee, diesen termin zu vereinbaren. weil ich nüchtern betrachtet keinen anlaß habe, zu hoffen, dass diesmal geht, was die ganzen jahre über nicht ging auch wenn ichs immer und immer wieder mit aller kraft versucht hab.
vielleicht ist es klüger, den termin wieder abzusagen. es nicht zu versuchen.
nur, so halt ichs auch grad kaum aus.
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