Umgang mit der Einsamkeit

- Offener Bereich für alle -
Hier könnt ihr über alles schreiben, was ihr gerne offen diskutieren oder erzählen wollt. Ebenso können registrierte User hier ernsthafte oder schwierige Themen anonym (als Gast) ansprechen.
Forumsregeln
Bitte immer dran denken:
auf der anderen Seite des PC's sitzt auch ein Mensch mit Gefühlen ;)

Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon Gast » 25. Nov 2013, 13:37

Einsamkeit

ist nicht, Alleine zu sein. Sondern das Gefühl in mir, was ich auch haben kann, wenn ich unter Menschen bin.

Es tut weh. Von allen verlassen. Mit den Problemen allein gelassen. Unwichtig.

Manchmal hilft es, bewusst unter Leute zu gehen. Gute Freunde treffen. Allerdings, es lindert, aber heilt nicht.

Manchmal hilft Ablenkung. Nur nicht nachdenken, nicht über Gefühle reden, nicht zu persönlich werden. Dann kann ich so tun, als sei alles ok. Glaube es zeitweise auch selbst (vielleicht ist es das dann sogar auch, keine Ahnung). Nicht zu persönlich werden, ist aber auch wieder kontraproduktiv: ich distanziere mich von anderen, wo ich mir Nähe doch eigentlich viel mehr wünschen würde.

Blöde Zwickmühle.

Tipps?



(Wahrscheinlich schreibe ich das nur, um eine Antwort zu bekommen, um mich dann weniger einsam zu fühlen. Was für ein Trugschluss. Das löst das Problem nicht. Vielleicht mag trotzdem einer antworten.)
Benutzeravatar
Gast
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon vogel » 25. Nov 2013, 14:30

Gast hat geschrieben:Blöde Zwickmühle.

Ja, blöd und gemein.

Und mit Menschen über das was dich in diesen Momenten beschäftigt reden geht nicht? Also Nähe herbeiführen?
Jemanden suchen mit dem das möglich ist?

Hmmm wahrscheinlich eine blöde Frage. Wenn du es nicht tust geht es wohl nicht. Ich kenn das auch. Und manchmal hilft das reden ja auch überhaupt nicht um weniger alleine zu sein.

Geht es bei den "Problemen" um konkrete Probleme oder geht es um dein Leben ansich? Also das was dein Leben ausmacht und wie du es (er)trägst, fühlst duch dich dabei insgesamt alleine?

So ich hoffe das ist nun zumindest nicht anti-hilfreich.

Gast hat geschrieben:(Wahrscheinlich schreibe ich das nur, um eine Antwort zu bekommen, um mich dann weniger einsam zu fühlen. Was für ein Trugschluss. Das löst das Problem nicht. Vielleicht mag trotzdem einer antworten.)

So what. Es löst das Problem vielleicht nicht, aber was spricht gegen ein bisschen Zwischendurch-Flausch auf dem Weg zur Lösung?

Einen lieben Gruß dir.
vogel
Wir sind, was wir sind. Und wir versuchen immer unser Bestes.
Es steht Ihnen nicht zu, die Kriterien festzulegen, nach denen man uns zu beurteilen hat.

Cpt. Jean-Luc Picard
Benutzeravatar
vogel
 
Beiträge: 1856
Registriert: 02.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon Gast » 25. Nov 2013, 14:49

vogel hat geschrieben:Und mit Menschen über das was dich in diesen Momenten beschäftigt reden geht nicht? Also Nähe herbeiführen?
Jemanden suchen mit dem das möglich ist?
Hmmm wahrscheinlich eine blöde Frage. Wenn du es nicht tust geht es wohl nicht. Ich kenn das auch.

Wenn es nicht geht, geht es nicht, weil ich Angst habe nicht verstanden zu werden, oder sonst irgendwie enttäuscht zu werden. Und mich dadurch dann noch einsamer zu fühlen. Trotzdem rede ich drüber, es ist möglich, ja, aber:
vogel hat geschrieben:Und manchmal hilft das reden ja auch überhaupt nicht um weniger alleine zu sein.

Genau. Was ich mir eher wünschen würde, wäre eine Person, mit der ich nicht REDE, sondern die einfach da ist und mich in den Arm nimmt und tröstet. :allesgut:

vogel hat geschrieben:Geht es bei den "Problemen" um konkrete Probleme oder geht es um dein Leben ansich? Also das was dein Leben ausmacht und wie du es (er)trägst, fühlst duch dich dabei insgesamt alleine?

War vielleicht etwas uneindeutig formuliert. Es gibt konkrete Probleme, in meinem Innern. Aber damit bin ich nicht alleine.
Einsam fühle ich mich mit oder ohne Probleme. Ein Grundgefühl, das immer wieder hoch kommt. Wenn irgendwelche Probleme d asind, empfinde ich es nur noch stärker.
Einsamkeit ist auch nur das Wort, was ich gewählt habe, weil ich es nciht komplett greifen kann. Einsamkeit ist ein großer Teil, aber auch Allein-Gelassen-Sein, weggestoßen, unwichtig, ungeliebt. Ach egal wie ichs nenne. Es tut sauweh.


vogel hat geschrieben:So ich hoffe das ist nun zumindest nicht anti-hilfreich.

vogel hat geschrieben: was spricht gegen ein bisschen Zwischendurch-Flausch auf dem Weg zur Lösung?
Einen lieben Gruß dir.
vogel

Danke, für deine Antwort. Zwischendurch-Flausch, das kann ich brauchen. Schönes Wort übrigens.
Benutzeravatar
Gast
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon Soy » 25. Nov 2013, 15:41

eine antwort mag ich dir geben, einen rat hab ich leider nicht.
das was du schreibs kenn ich. ich hab das gefühl dass ist ein schwarzes loch...
Life is, what you make of it.
Soy
 
Beiträge: 1131
Registriert: 10.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon Gast » 25. Nov 2013, 19:38

Auch wenn ichs keinem wünsche, es ist doch gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht.
Ein schwarzes Loch, ja.
Noch eine Reaktion von mir darauf: wenn es besonders schlimm ist, schotte ich mich von dem Schmerz ab, aber dann sind auch alle anderen Emotionen irgendwie lahmgelegt. so quasi versteinert. Wisst ihr, was ich meine? Ich funktioniere noch, aber nicht so viel darüber hinaus.
Irgendwann ist dieses Loch auch wieder vorbei. Aber was kann ICH dagegen tun?
Ach menno :weinen:
Benutzeravatar
Gast
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon vogel » 26. Nov 2013, 08:30

Gast hat geschrieben:Genau. Was ich mir eher wünschen würde, wäre eine Person, mit der ich nicht REDE, sondern die einfach da ist und mich in den Arm nimmt und tröstet. :allesgut:

Ja. Den Wunsch kenne ich sehr gut. Was ich für mich festgestellt oder geschlussfolgert habe ist, dass ich den Zustand dass es so jemanden bei mir nicht gibt teilweise selbst herbeigeführt habe. Weil ich z.B. körperliche Nähe (und auch sonst Nähe) meide. Es gibt genau eine Person die meine Hand halten darf, und das auch erst seitdem sie aus der Stadt weggezogen ist.
Allerdings habe ich eine Bekannte die sehr schnell Nähe herstellt und sie auch meistens bekommt wenn sie sie braucht und trotzdem in diese Löcher fällt.
:???:

Gast hat geschrieben:Wisst ihr, was ich meine? I

Ja.

Gast hat geschrieben:Irgendwann ist dieses Loch auch wieder vorbei. Aber was kann ICH dagegen tun?

Da denk ich grade drüber nach. Aber ehrlich gesagt habe ich da auch keine Lösung grade. Die Löcher sind ganz schön tief bei mir und ich falle auch regelmäßig rein. Manchmal wenn es zu doll schlimm ist oder mit andrem verbunden noch, schreibe ich dann hier und es hilft ein bisschen was. Aber das ist auch irgendwie peinlich. Also ich habe leider keine Lösung dafür.
Wir sind, was wir sind. Und wir versuchen immer unser Bestes.
Es steht Ihnen nicht zu, die Kriterien festzulegen, nach denen man uns zu beurteilen hat.

Cpt. Jean-Luc Picard
Benutzeravatar
vogel
 
Beiträge: 1856
Registriert: 02.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon kenn ich auch » 26. Nov 2013, 10:38

Ja, ich kenne das auch.
mir fehlt in solchen Zeiten die Verbindung zur Welt, zum Leben, zum schönen und positiven.
und je mehr ich mich abstrampeln tu, desto weniger will mit das gelingen, desto gemeiner ist es, desto verzweifelter werde ich.

tja...was hilft?
wenn ich nicht gerade drin stecke, so wie heute zum Beispiel, würde ich sagen, dass du in dem Fall für dich sorgen musst. es dir schön machen. gemütlich. So, dass die Wärme dein Herz erreicht.
einkuscheln. Tee, Wärmflasche, Musik, Buch, Duftlampe.
und weinen zulassen, weil es ist ja auch traurig.

manchmal hilft Hautkontakt.
das wirkt, weil es ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Und du kannst das selber machen, indem du dir arme, schultern, bauch (was dir angenehm ist) streichelst.


in dem Moment fühlt es sich doof an. wie gemein! alles muss ich selber tun! tut aber trotzdem.
tja, und wieder die Verbindung zum schönen suchen.
was machst du gerne? Was berührt deine Seele? Was erreicht dein Herz?

viel Glück dir.
Benutzeravatar
kenn ich auch
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon xxx » 26. Nov 2013, 18:02

mir scheint der abstand, den ich äußerlich schaffe (denn ich mach den selber), mit dem zusammenzuhängen, der innen gebraucht wird.
kontakt oder gar nähe außen, insbesondere zu anderen menschen, führt unweigerlich zu inneren bewegungen. und wenn sich durch diese bewegungen innere abstände verändern, wird's schnell unerträglich. das führt dann zu verschiedensten (oft unkoordinierten) gegenbewegungen und turbulenzen. und wenn die zu heftig werden, wirken die nach außen (und rufen da dann ihrerseits bewegungen und in dder folge reaktionen hervor, die dann wieder nach innen wirken...)
mein weg war immer, für große abstände im außen zu sorgen, um so das innen zu beruhigen.

es scheint, als wären da einfach abstände, risse.
und ich kann entscheiden, ob die in mir sichtbar und spürbar werden (bei zu großer nähe zu anderen menschen) oder eben zwischen mir und den menschen.
das ist für mich einsamkeit. dass da diese risse sind.
ob oder gar wie die weg zu bekommen wären, kann ich leider auch nicht sagen.
Benutzeravatar
xxx
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon Gast » 27. Nov 2013, 19:26

Hier schreiben, hilft tatsächlich ein bisschen... Die Antworten tun gut, weil sie ernst gemeint sind. Danke dafür.

kenn ich auch hat geschrieben:tja...was hilft?
wenn ich nicht gerade drin stecke, so wie heute zum Beispiel, würde ich sagen, dass du in dem Fall für dich sorgen musst. es dir schön machen. gemütlich. So, dass die Wärme dein Herz erreicht.
einkuscheln. Tee, Wärmflasche, Musik, Buch, Duftlampe.
und weinen zulassen, weil es ist ja auch traurig.

Weinen zulassen, hm... scheint im ersten Moment eher zu schmwerzhaft. Aber mag sein, dass es danach besser ist. Schwierig, wenn man versteinert ist...
kenn ich auch hat geschrieben:was machst du gerne? Was berührt deine Seele? Was erreicht dein Herz?

Danke, das ist ein guter Rat. Ich weiß, was mein Herz besonders berührt. Werde das mal bewusster einsetzen.

kenn ich auch hat geschrieben:manchmal hilft Hautkontakt.
das wirkt, weil es ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Und du kannst das selber machen, indem du dir arme, schultern, bauch (was dir angenehm ist) streichelst.


Nee, kein Tipp für mich. Ja, Hautkontakt gibt das Gefühl von Geborgenheit. Aber...davon will ich dann zu viel. :schaem: Also lieber nicht.
Benutzeravatar
Gast
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon gast » 30. Nov 2013, 09:52

hautkontakt gibt geborgenheit,ja.aber doch nicht wenn man sich selber streichelt? :???:
das verstärkt doch eher das gefühö der einsamkeit....
Benutzeravatar
gast
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon kitsune » 30. Nov 2013, 10:03

hast du das ausprobiert?
We don't see things as they are. We see them as we are.
Anaïs Nin
Benutzeravatar
kitsune
 
Beiträge: 2390
Registriert: 01.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon gast » 30. Nov 2013, 10:22

ja
Benutzeravatar
gast
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon kitsune » 30. Nov 2013, 10:28

manchmal ist das so,
dass momente von "sich selbst umsorgen" (oder so ähnlich) - wozu ich den hautkontakt dann zählen würde -
gefühle verstärken.

irgendwie hab ich für mich dann manchmal das gefühl,
dass das trotzdem gut tut.

wie ist das bei dir?

ich finde aber auch, dass es da einen sehr großen unterschied gibt, zwischen selbst-kontakt und kontakt mit aussen. und was ich auch kenne ist.... neulich hatte ich eine situation von freundschaftlicher nähe und geborgenheit
und als die situation vorbei und die person weg war, war auch wieder alles spürbarer.... und ich wurde ziemlich traurig und einsam.

und dennoch hatte es auch sooo gut getan. :schaem: :kopfsteh:
We don't see things as they are. We see them as we are.
Anaïs Nin
Benutzeravatar
kitsune
 
Beiträge: 2390
Registriert: 01.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon gast » 13. Dez 2013, 11:50

aber was soll den son kurzer moment von "nähe und geborgenheit" nützen,wenns danach wieder schlimmer wird?

manches muss man halt einfach aushalten (einsamkeit).ich finde das risiko lohnt nicht sich darauszu holen.man wird doch früher oder später eh von anderen menschen enttäuscht.also wozu?
Benutzeravatar
gast
 

Re: Umgang mit der Einsamkeit

Beitragvon stachelfisch » 13. Dez 2013, 12:00

wirds danach wirklich schlimmer?
oder wird es dir nur bewusster?
ich finde schon, dass man von nähemomenten lange zehren kann. und sie sind der antrieb, es wieder und wieder zu versuchen. denn nähe herstellen geht nie nur vom anderen aus.
ihr mich auch
Benutzeravatar
stachelfisch
 
Beiträge: 3041
Registriert: 01.2013
Geschlecht: weiblich

Nächste

Zurück zu "Offener Austausch"



cron
web tracker