way und *v*, abgetrennt aus "Ich bin...."

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Re: Ich bin....

Beitragvon way » 25. Jun 2014, 21:19

Nö. :)
dann lassen wir das erstmal hier, und lassen es auch offen, ob, wann und wie wir weiter schreiben.
wünsche dir eine gute nacht :hallo:
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Re: Ich bin....

Beitragvon nino. » 25. Jun 2014, 21:52

also mich hat zwar keiner gefragt, aber mir wäre das sehr recht, wenns abgetrennt würde, falls ihr das weiterverfolgt.
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Re: Ich bin....

Beitragvon *v* » 26. Jun 2014, 06:33

.. dafür das abzutrennen heute morgen. :ja: off with the thread! :-D
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Re: way und *v*, abgetrennt aus "Ich bin...."

Beitragvon way » 28. Jun 2014, 09:35

neue erfahrungen gemacht, leider negative. oder ich empfinde negativ, weil ich mir etwas anderes erhoffe, was sie momentan nicht geben können. weiß nicht. auf jeden fall großer mist. vielleicht ist das ganze vorhaben im moment nicht machbar. zu mehr kommunikation, anteilnahme, nähe... sind eben zwei seiten nötig.
:weinen:
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Re: way und *v*, abgetrennt aus "Ich bin...."

Beitragvon vogel » 28. Jun 2014, 10:42

Ja, das stimmt, und es ist gut dass du das weißt. :drehblume: Aber es tut mir leid, dass es dich so traurig macht.

Ich wollte dir noch auf deine anderen Fragen antworten. Beim Schreiben habe ich gemerkt, dass meine Erfahrungen wahrscheinlich sehr wenig auf dich übertragbar sind. Du musst auch nichts dazu sagen. Ich habe überlegt ob ich es aus diesem Grund nicht abschicke. Wenn du willst kann auch das wieder ausgelagert, oder gelöscht werden. Is nen ziemlich langer text geworden. War wohl für mich gut, mal Resümee zu ziehen. :-)

versteckt:
way hat geschrieben:darf ich fragen, inwiefern geht es dir damit besser?

Es geht mir besser, weil ich mich in der Zeit in denen ich meine Eltern nicht mehr gesehen habe viel besser kennengelernt habe. Früher habe ich mich überhaupt nicht verstanden. Vor dem Kontaktabbruch zu meinem Vater ist es immer wieder passiert dass er mich besucht hat, es eigentlich "ganz ok" war in meiner Wahrnehmung und ich danach total zusammengebrochen bin, "aus heiterem himmel und ohne grund". Nach dem Kontaktabbruch habe ich angefangen, eine Therapie zu machen und mich mit mir auseinander zu setzen. Jetzt weiß ich dass er mich missbraucht hat und dass die Art wie er mit mir und anderen menschen umgeht (fortlaufende Abwertung, benutzen andere um sein eigenes Ego aufzupusten, Erpressung, Kontrollwahn ... ) nicht das ist was ich in meinem Umfeld haben möchte und dem ich mich aussetzen will. Ich habe auch ihn in seiner Abwesenheit besser kennen und verstehen gelernt.
Mit meiner Mutter lief es im Grunde ähnlich. Mit ihr habe ich noch ein bisschen Kontakt, aber nur sporadisch. Auch da war es immer wieder so, dass es mir nach dem Kontakt schlecht ging und ich wusste nicht, warum. Inzwischen ziehe ich mich immer wieder raus, wenn ich mich moralisch oder emotional erpresst fühle, und wehre mich gegen Zuschreibungen von ihrer Seite. Dadurch ist der Kontakt sehr ausgedünnt, und ich habe sehr viel weniger von diesen Dingen in meinem Leben. :-)

was hast du dadurch gewonnen, welchen preis hat es?

Ich werde nicht mehr von denen erpresst, als Zuhörpuppe benutzt und moralisch unter Druck gesetzt. Mein Leben und mein Körper werden nicht mehr von denen abwertend kommentiert (so dass ich es hören kann). Ich werde nicht mehr fortlaufend als verrückt, faul, schlampig, leichtsinnig, inkompetent ... (weitere abwertende Zuschreibungen bitte einfügen) erklärt (zumindest nicht so dass ich es hören kann :kicher: ). Meine Gefühle müssen nicht mehr mit derselben regelmäßigigkeit so weit unterdrückt werden, dass ich keinen Zugang mehr dazu habe und sie danach über mich herreinbrechen. Ich weiß inzwischen in der Regel, ob mir etwas gut tut oder nicht, und ich habe nicht mehr so viele Ansprüche daran, was ich fühlen "soll". Ich habe ein Gefühl für meine Grenzen bekommen und für Freiwilligkeit und weiß wie sich das Anfühlt, wirklich Raum für mich zu haben. Ich weiß inzwischen, dass andere Menschen keine Gefühle (Dankbarkeit, Liebe, Bewunderung, Interesse etc.) von mir verlangen dürfen. Was auch viel besser geworden ist ist, dass ich mich anderen Menschen besser mitteilen kann. Bei meinen Eltern war es immer sehr notwendig, viel zurück zu halten, andererseits waren sie auch nicht wirklich an meinem Wohlergehen interessiert solange es über das unmittelbar körperliche oder mein gesellschaftliches Fortkommen hinaus ging.
Der Preis ist der dass ich keine Herkunftsfamilie mehr habe, an die ich mich wenden kann. Aber im Grunde hatte ich das vorher auch nicht. Und wenn doch, dann war der Preis dafür viel größer, als das was ich davon hatte. Selbstverständlich bin ich darüber von zeit zu Zeit sehr traurig. Aber ich glaube dass ich dann eher sowas wie eine ideelle Familie vermisse, als die konkreten. Die "hinreichend gute" Familie nach Winnicott, die ich gebraucht hätte, um relativ unbeschadet aufzuwachsen. Die Liebe zu denen ist in der Regel sehr gut abgeschirmt. Aber ich kann sie inzwischen eher spüren als damals. Auch das ist gut. Ich versteh das Kind das ich mal war, und das sie lieben musste, immer besser. Und kann es immer besser akzeptieren und beschützen.

Das mit der Liebe ist etwas was ich so nicht erwartet hätte, und das mir endgültig sagt, dass ich die richtigen Entscheidungen getroffen habe und auf einem guten Weg bin. Meine Mutter sagt mir zwar immer wieder durch die Blume, dass ich den Kontaktabbruch bereuen werde, wenn die beiden erst mal tot sind. Aber das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Was ich am ehesten bereue ist die Entfremdung von meinen Geschwistern, die durch den Kontaktabbruch passiert ist.
Wir sind, was wir sind. Und wir versuchen immer unser Bestes.
Es steht Ihnen nicht zu, die Kriterien festzulegen, nach denen man uns zu beurteilen hat.

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